27 Oktober 2024

Mein Haus soll ein Haus des Gebets sein

Gott ist immer treu!

Ich sitze im Wohnzimmer. Es ist halb 9 abends; gerade habe ich den Kindern "Gute Nacht" gesagt. Nun nehme ich die Gitarre und fange an, dem Herrn meinen Dank zu singen. Das Lob bricht nur so aus mir heraus; die Dankbarkeit in mir fühlt sich an als würde mein Herz jeden Moment zerspringen! An diesem Abend sehe ich hinein in die wunderbare, endlos-große, 100%-sichere Treue des Herrn.

Er ist immer treu und hält Seine Versprechen. Was Er verspricht, das macht Er auch! Durch die ganze Geschichte der Bibel, durch die ganze Geschichte der Kirche bis hinein in mein eigenes, kleines Leben hat Gott immer und immer wieder bewiesen, dass Er sein Wort hält. Abraham versprach Er ein neues Land und viele Nachkommen. Der Welt versprach Er einen Retter, der uns wieder mit Ihm zusammenbringt. Unzähligen Seiner Diener durch die Jahrhunderte offenbarte Er sich als der treue Gott, und ich darf mich in diese Menschenmenge mit einreihen.

Oft fühle ich mich nicht nach Danken, sondern muss mich uns bewusst dazu durchringen, durch meine Zweifel und Sorgen hindurch an Gottes 100%-ige Treue zu glauben und Ihm im Voraus für die Erfüllung seiner Versprechen zu danken.

Dabei hat Er uns bereits Schritt für Schritt geleitet und Seine Gunst gegeben. Für den Kauf des Hauses, das Er uns ja schon vor fast einem Jahr angekündigt hatte und für seine Pläne mit uns in Kroatien.

Im Juli hatten wir dieses Haus zum ersten Mal besichtigt und gleich ein gutes Gefühl gehabt, auch wenn es zur Zeit noch voller Kram und recht dreckig war. Der Preis lag im Rahmen unserer Kreditwürdigkeit, die Verkäufer sind normale Leute, das Haus hat Räume und Möglichkeiten für alles, was uns wichtig ist und liegt gut erreichbar nur 15 Minuten vom Zentrum Karlovac entfernt. Unsere Hausgemeinde trifft sich samstags sogar ganz in der Nähe, nur 5 Minuten Fahrt von hier.

Seitdem ging es langsam aber sicher Schritt für Schritt voran. Im August waren alle drei Eigentümer zusammen in Karlovac, wir unterschrieben die nötigen Papiere und gaben ihnen die Anzahlung. Mit Hilfe eines Finanzberaters, den wir nicht einmal bezahlen müssen, weil er eine Provision von der Bank bekommen wird, bereiteten wir alle Papier für den Kredit vor. Dafür war es u.a. nötig, den Restbetrag von unserem Autokredit abzubezahlen und den Kaufvertrag noch einmal abzuändern. In allem gab Er uns Gelingen und Gunst: Den Geldbetrag konnte mein Arbeitgeber vorschießen, und die Verkäufer sind unkompliziert und hilfsbereit.

Aber es gibt noch ein ungelöstes Problem: Ich (Luna) muss einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben, um den Kredit zu bekommen; Harrys Saisonarbeit zählt nicht mit. Aber ich habe meinen vorherigen Job, in dem ich 3,5 Jahre gearbeitet hatte, Ende August gekündigt, weil das Management dieses Unternehmens nicht bereit war, die Arbeitsbedingungen entsprechend meinen fortgeschrittenen und zunehmenden Aufgaben und meinem großen Engagement zu verbessern. Stattdessen beförderten sie einen anderen Kollegen, der sich bis dahin nicht viel Mühe gegeben hatte, zum neuen Teamleiter - offensichtlich, weil sie mich mit meinen Forderungen nach einer vernünftigen Teamstruktur und fairen Löhnen für das gesamte Team zu unbequem fanden. Nach langen Monaten des Hin und Her ohne Fortschritte war es Zeit, den Job zu wechseln - sonst würde ich völlig in die Tiefen der Frustration und des Burnouts versinken. In dem Moment, in dem ich meine Kündigung einreichte, erfüllte mich ein völliger Frieden und ich wusste, dass dies der richtige Weg zum richtigen Zeitpunkt war, nachdem ich monatelang mit dieser endgültigen Entscheidung gerungen hatte. Der Grund für diesen Kampf war einfach: Meine wunderbaren Kollegen machten es mir ziemlich schwer, zu gehen, und die Hoffnung auf positive Veränderung für das gesamte Team starb zuletzt. Aber dieser himmlische Frieden ist immer eine Bestätigung, dass etwas nach Gottes Willen getan wurde. Ich habe ihn in der Vergangenheit bereits erlebt und das Ergebnis war immer, dass Er mich dorthin führte, wo ich sein musste.

Gott hat mir einen neuen Arbeitsplatz mit verkürzter Arbeitszeit und teilweise leistungsbezogener Bezahlung gezeigt. Im September habe ich die dreiwöchige Einarbeitungszeit, die viel Mühe und Konzentration erforderte, erfolgreich abgeschlossen und komme nun immer besser in den neuen Arbeitsablauf hinein. Der Arbeitgeberwechsel ist natürlich ein Problem für die Kreditzusage – das heißt nun weitere drei Monate Wartezeit. Trotzdem glauben wir, dass es nach seinem Willen und seinen Plänen die richtige Entscheidung war.

Im August und September hatte ich (Harry) noch darauf gehofft, dass der Kredit bewilligt wird, ohne dass die Bank vom Jobwechsel erfahren muss. Tatsächlich hatte der alte Arbeitgeber Luna eine Bestätigung ausgefüllt, dass sie weiter unbefristet angestellt ist. Wir hatten den Vordruck der Bank abgegeben und natürlich nicht darum gebeten, die Kündigung zu verschweigen. Trotzdem kam das Papier mit "unbefristet angestellt" zurück. Doch später ist mir auch klar geworden, was Luna schon früher gespürt hat: Es ist nicht ehrlich auf diese Weise den Kredit zu bekommen. Deshalb hat Gott auch zugelassen, dass sich der Vergabeprozess hingezogen hat, so dass wir der Bank nun vom Jobwechsel erzählt haben.

Nach Gesprächen mit den Eigentümern sieht es so aus, als könnten wir den Kredit für den Hauskauf irgendwann im Januar bekommen. Lunas Chef sagte, er werde einen Weg finden, ihr nach Ablauf der viermonatigen Probezeit am 7. Januar einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu geben – was eine Anforderung der Bank ist. Normalerweise vergibt der Arbeitgeber einen solchen Vertrag nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit. Er persönlich sieht darin kein Problem, da er mit Lunas bisherigen Fortschritten recht zufrieden ist, muss sich aber intern noch mit einigen anderen Menschen absprechen.

In jedem Fall wissen wir: Wenn Gott JA sagt, kann niemand NEIN sagen, das wissen wir. Er tut große Wunder, und auch in der heutigen Zeit möchte Er, dass wir uns allein auf Ihn verlassen und nicht auf Banken, Kredite und menschliche Sicherheiten!

Falls jemand von euch uns einen privaten Kredit von 80.000 € geben kann und möchte, darf er/sie sich natürlich gerne melden. :-)

"Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat Wunder getan!" (Psalm 98,1)

Ein eigenes Heim

Alles hat seine Zeit und am besten ist es, mit Gottes Zeitplan zu gehen, der gewöhnlich langsamer läuft, als wir uns das wünschen - und auf Seine Treue zu vertrauen, auch wenn und gerade weil Er Seine Versprechen oft anders einhält, als wir uns das vorstellen - nämlich auf bessere, vollkommenere und langfristig gesegnete Art und Weise!

Dürfen wir euch nun unser, so Gott will, bald neues Haus zeigen?
Bitte entschuldigt die Bilderqualität bei den Innenaufnahmen; bessere Fotos haben wir jetzt gerade nicht.

Seitenansicht, unten mit Garage

Von vorne, Eingang über die Terasse


Teil des Gartens, mit Obstbäumen

Gartenseite, links mit Kellerraum


Alter Stall, Schuppen und Räucherkammer

Die Küche mit Holzherd, der die Zentralheizung bedient.

Wohnzimmer im Erdgeschoss

Schlafzimmer unten

Atelier/Lunas Arbeitszimmer

Badezimmer unten

Treppe ins Obergeschoss


Eins der Kinderzimmer oben

Das andere Kinderzimmer, genau gegenüber

Badezimmer oben

Hier kann ein Gästezimmer eingerichtet werden.

Das "Kämmerlein" - der Gebetsraum

Wie ihr seht, gibt es hier jede Menge zu tun. Wir möchten gerne die Küche vergrößern, indem wir die Wand zur Speisekammer und zu einem extra WC-Raum einreißen. Jede Menge alte Möbel müssen rausgeschafft und entsorgt werden. Natürlich soll gestrichen werden und die Parkettböden benötigen an einigen Stellen Reparaturen, sowie Schliff und neue Versiegelung. Außerdem möchten wir unten im Badezimmer ein WC einbauen, das bis jetzt in dem extra Raum stand.

Das ist das Nötigste und danach werden wir wohl erst einmal einziehen. Hier und da brauchen wir zusätzliche Möbelstücke. Später braucht die Küche neue Fliesen und neue Küchenmöbel, weiterhin müssen Fenster, Rollläden und Türen innerhalb absehbarer Zeit gewechselt werden. Das Gästezimmer muss umgebaut und eingerichtet werden. In alle dem vertrauen wir auf Gottes Treue, denn die ist 100% sicher. Er wird genau zur richtigen Zeit die Möglichkeiten für jede Renovierung eröffnen - und die Fehler, die wir in dem ganzen Prozess machen werden, zu seiner Ehre und unserem Besten benutzen.

"Gebetsraum Karlovac" - "DvineDzaine - gottgeweihtes gestalten" - "Gastfrei"

Ein Grund, warum uns dieses Haus von Anfang an zugesagt hat, ist die hohe Anzahl von Räumen. Für uns beide bedeutet das eine bessere Möglichkeit, noch mehr gastfreundlich zu sein, etwas, das wir schon immer gerne gemacht haben. Wir freuen uns über Besuch und Gemeinschaft mit Menschen, ihnen einen Ort zu bieten, in dem sie sich angenommen und wohl fühlen, in dem sie dem Frieden und der Liebe Gottes begegnen können.

Für mich (Luna) ist ein Raum im Erdgeschoss dabei, der schöne große Fenster hat und nach Norden zeigt - und damit sind ausgewogene Lichtverhältnisse fürs Malen und Zeichnen gegeben. Für mich bedeutet das, meinem Ruf als Künstlerin zu folgen. Nach und nach möchte ich hier auch beruflich selbstständig werden und mit Gott am Prozess des Schaffens für sein Königreich teilnehmen. Als ich das erste Mal dieses Zimmer betrat, füllte mich eine ungewöhnliche Wärme und ich dachte sofort - das hier wird mein Atelier. Damals wusste ich noch nicht mal, dass die Ausrichtung des Fensters ideal für ein solches Vorhaben ist. 
Für mich stand am Ende meiner Schulzeit fest, entweder gehe ich beruflich in die soziale oder die künstlerische Richtung. Seitdem ich einen Stift in der Hand halten kann, habe ich auf allerlei Papierfetzen gekritzelt und gezeichnet, manchmal auch auf Möbeln und Wänden. Oder Bananenschalen. :-) Diese Leidenschaft, etwas zu erschaffen hat Gott von Anfang an als festen Bestandteil in meine Identität hineingelegt. Ich entschied mich allerdings zunächst für die soziale Schiene und bin sehr dankbar für alle Erfahrungen, die ich dabei machen und Inhalte, die ich lernen durfte. Sie haben mich für viele Lebenssituationen geschult.
Vor vier Jahren verliebte ich mich dann komplett in die Aquarellmalerei als Medium und ich begann, wieder mehr zu malen. Gott hat immer wieder bestätigt, dass es nun an der Zeit ist, meiner kreativen Ader mehr Raum zu geben. Vor fast einem Jahr habe ich begonnen, mit dem Kanal "Truth46od" YouTube videos zu erstellen, etwas, dass ich eigentlich nie so vor hatte. Ich habe dadurch gelernt, wie viel Spaß mir der Prozess des Schaffens macht. Egal, ob es ein Video ist oder ein Bild, das Geschaffene sind dann alles meine "Babys", die ich sehr lieb habe. Interessant, wie wir als Menschen da unserem Schöpfer ähneln. :-) Um hier weiter zu wachsen und meine Fertigkeiten zu schulen, werde ich nun bald eine Onlineschule für Grafikdesign besuchen (OfG). Grafikdesign verbindet Dinge, die mir am Herzen liegen: Typografie und visuelle Kommunikation. Zusätzlich habe ich auch die Vision, im Atelier einen Raum anzubieten, in dem Menschen auf kreative Art und Weise Gott begegnen können. 

Für mich (Harry) bedeuten die vielen Räume, dass ich meinen Job an den Nagel hängen und die Berufung einsteigen kann, die mir Gott schon lange aufs Herz gelegt hat - ich möchte einen Raum im Obergeschoss als Gebetsraum herrichten und dort anfangen, jeden Tag mehrere Stunden den Herrn zu suchen, Ihm Lobpreis zu spielen und zu singen, Ihn anzubeten, Sein Wort zu lesen und in der Fürbitte zu stehen. Das soll mein neuer "Job" sein, das "Molitvena Soba Karlovac"; auf Deutsch: "Gebetraum Karlovac".

Mehr als ein Zimmerchen wird es am Anfang auch nicht sein. Später, wenn und falls sich andere dem Gebetsteam anschließen, kann man vielleicht die Garage zum Gebetsraum ausbauen und damit auch einen Eingang von außen schaffen. Aber darauf kommt es nicht an. Mir ist das wichtig, was alle Gebetshäuser auf der Welt verbindet und was David, der das erste Gebets-"Zelt" auf der Welt mit Tag-und-Nacht Lobpreis und Gebet gegründet hat, so ausdrückt:

"Eines erbitte ich von dem HERRN, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des HERRN mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des HERRN zu schauen und Ihn zu suchen in seinem Tempel." (Psalm 27,4)

Unser Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ist es wert, "hauptberuflich" gesucht und angebetet zu werden! In seinem himmlischen Thronsaal bringen Ihm die Engelswesen, 24 Ältesten und wer sonst noch dort anwesend sein darf Tag und Nacht "Herrlichkeit, Ehre und Dank" dar und singen:

"Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden geschaffen!" (Offenbarung 4,9-11)

In jedem Gottesdienst oder Gebetskreis, wo Gott in "Geist und Wahrheit" angebetet wird, stimmen Menschen mit ein in diesen himmlischen Gesang. Darüber hinaus sind in den letzten Jahrzehnten überall auf der Welt Gebetshäuser entstanden (In einem unserer letzten Posts berichteten wir über die Gebetshaus-Bewegung), die auf neue und radikale Weise das Lob Gottes als ihre Hauptmission sehen - es geht darum, zu allererst GOTT ZU DIENEN und nicht Menschen. Es geht darum die Prioritäten in die richtige Reihenfolge zu bringen. Wir wollen keine Menschen um uns sammeln, keine Gemeinde bauen, keinen menschlichen Erfolg anstreben, sondern Gott die Aufmerksamkeit und Ehre geben, die Er als Schöpfer, Erhalter und Retter von uns und der ganzen Welt auch verdient hat.

Natürlich ist das nicht jedermanns Berufung. Grundsätzlich ist jeder berufen, in enger Gemeinschaft mit Gott zu leben, als Rebe am Weinstock, und Jesu Kraft und Liebe durch sich fließen zu lassen - in der Familie, auf Arbeit, unter Freunden etc. Doch darüber hinaus gab es in Gottes Volk schon immer Menschen, die Gott gerufen hat, ihr normales Arbeitsleben aufzugeben und sich völlig Ihm zu widmen.

Manche von euch wissen, wovon ich schreibe und andere fragen sich, was das wohl bringen soll, so viele Stunden "nur zu beten und zu singen". Darauf gibt es zwei Antworten. Erstens, es ist nicht meine Sorge "was es bringt", sondern ob es richtig ist - und wir haben schon gesehen, dass es recht und gut ist, wenn wir Geschöpfe unserem Schöpfer Anbetung darbringen. Tatsächlich sind es alle Menschen schuldig, Gott zu loben - sogar alle Tiere und Pflanzen:

"Alles, was Atem hat, soll den HERRN loben! Halleluja!" (Psalm 150,6)

Wir sehen natürlich in unserer Welt und leider sogar in unseren Kirchen, dass viel zu wenig Menschen echte, tiefe Dankbarkeit zu Gott ausleben oder in Worte ausdrücken. Jeder von uns hat da sicher noch "Potential nach oben". Und genau darin liegt die zweite Antwort verborgen: Was passiert denn in der geistlichen Welt einer Stadt, einer Gegend oder eines Landes, wenn Gott nicht die Ehre gegeben wird, die Ihm gebührt? Es ist nicht kompliziert: Dort, wo Gott nicht geehrt wird, haben die dämonischen Mächte der Finsternis Raum zu wirken und Menschen dazu zu verführen, bewusst oder unbewusst, Satan Ehre zu machen. Sünde wird zum Normalzustand. Menschen leiden unter den Folgen. Familien zerbrechen. Psychische und andere Krankheiten nehmen überhand. Die Gesellschaft bricht auseinander.

Ein Gebetsraum oder -haus ist ein Ort, an dem unter anderem auch stellvertretend für eine Stadt, eine Gegend oder sogar ein Land Lob und Anbetung vor Gott dargebracht wird - und das hat ohne Zweifel Auswirkungen auf die unsichtbare und sichtbare Welt. Dadurch werden geistliche Türen geöffnet, für die Errettung von Einzelnen genauso wie für die Erweckung der Kirchen und die Veränderung ganzer Gegenden. Der Leiter des größten Gebetshauses in Europa bemerkte kürzlich auf die Frage, was denn das viele Gebet in den letzten Jahren gebracht hätte: Er kenne zwar nicht alle Auswirkungen, aber ein gutes Indiz wäre, dass es in dieser Stadt (knapp 300.000 Einwohnern), wo das Gebetshaus arbeitet, keinen Arzt mehr gibt, der bereit ist, Abtreibungen vorzunehmen. Fluch wird in Segen verwandelt! Dort, wo ungeborenes Leben geschützt wird, kann Gott Segen fließen lassen und Dämonen verlieren das Anrecht, Menschen zu knechten, zum Verzweifeln zu bringen und in ewiger Trennung von Gott festzuhalten.

Mir liegt schon seit Jahren besonders die Gegend südlich von Karlovac auf dem Herzen, in der wir nun auch ein Haus kaufen. Die Gegend heißt "Kordun" und hängt zusammen mit der Gegend "Lika" noch weiter südlich. Das gesamte (christliche) Gebiet wurde vor rund 500 Jahren regelmäßig von muslimisch-osmanischen Raubzügen heimgesucht, die das angrenzende heute Bosnien bereits für sich eingenommen hatten. Zur Verteidigung der kroatischen Ländereien und der nördlich liegenden österreichischen Erblande wurde die Festung Karlovac erbaut. In jüngerer Vergangenheit waren Kordun und Lika Teil der serbisch-autonomen Gebiete im Heimatskrieg von 1991-1995 und wie damals wurde die kriegerische Ausbreitung dieser Gebiete vor den Toren von Karlovac aufgehalten.

Darin kann man eine geistliche Realität erkennen. In Kordun ist die Kirche mehr oder weniger tot, dafür gibt es auffallend viele Ausdrücke östlicher Religionen und okkulter Praktiken. Ich glaube, dass es Gottes Plan ist durch Lobpreis, Anbetung und Fürbitte die geistliche Atmosphäre zu verändern und Wiederherstellung und Erweckung in eine dunkle und vernachlässigte Region zu bringen.

Ich bin dem Herrn unglaublich dankbar, dass ich mit dem "Gebetsraum Karlovac" Teil seiner Pläne sein darf - und bin gespannt, was Er vor hat. Im ersten Jahr möchte ich mich ganz auf Ihn konzentrieren, ohne Öffentlichkeitsarbeit zu machen oder soziale Medien zu benutzen. Es wird zwei regelmäßige Lobpreiszeiten wöchentlich geben, zu denen Gäste dazukommen können. Außerdem werden wir den Gebetsraum auch anderen Brüdern und Schwestern zur Verfügung stellen, die einen stillen Raum für Gebet und Lobpreis suchen. Darüber hinaus beginne ich nun wieder damit einmal die Woche nach Zagreb zum "Upper Room" fahren und dort eine Lobpreiszeit leiten. Natürlich kann ich in Zukunft auch ab und zu Besuche bei bestehenden Gebetsveranstaltungen der umliegenden Kirchen und auch online machen, so wie es Gott mir zeigt. Weiterhin werde ich regelmäßig Gebetsspaziergänge in der Stadt und im Umland machen. Aber vor allem werde ich jeden Tag Zeit in der Stille und im Lobpreis vor Ihm verbringen, denn ich weiß, dass ich selbst meinen liebenden Vater sehr, sehr nötig habe und dass Er sich mir viel tiefer offenbaren und in mir noch viel verändern möchte! Mein Wunsch ist, dass alles andere aus dieser Nähe zu Gottes Herzen fließt.

Mit der Entscheidung meinen Job an den Nagel zu hängen, verlieren wir natürlich eins von zwei regelmäßigen Einkommen. Mein Chef hatte mir noch angeboten, weiterhin in Teilzeit im Homeoffice für ihn zu arbeiten, doch Gott hat mich diesen Sommer davon überzeugt, dass Er mich nicht mit einem anderen Chef teilen möchte - ich habe gemerkt, dass mich die Organisation der verschiedenen Gruppen oft über den ganzen Tag verteilt so sehr beansprucht hat, dass es oft sehr viel Zeit brauchte, bis ich mich wieder auf Gott konzentrieren konnte. Ich habe mich entscheiden, meiner Berufung zu folgen und das mit ganzem Herzen!

Diese Entscheidung und Ruf war für mich (Luna) zunächst ein großer Kampf. Ich rang lange mit dem Plan des Vollzeit-Gebetsraumes. Als Frau habe ich ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit und fragte mich, wie sich das auf unsere Finanzen als Familie auswirken würde. Ich glaube, im Glauben über das Wasser zu gehen, ist für uns alle eine Herausforderung. Ich habe oft zu Gott gefleht, gebetet, gerungen und mich bei ihm beschwert. Dann passierten zwei wichtige Dinge.

Erstens, als wir erkannten, dass wir der Bank gegenüber völlig ehrlich sein und Buße tun mussten, kam wieder ein himmlischen Frieden über die gesamte Situation. Aber nicht nur das, ich hatte auch plötzlich völligen Frieden darüber, dass Harry berufen wird seinen Job für Gott aufzugeben. Es fühlte sich an, als würden alle Teile an ihren Platz fallen. Außerdem hörte ich eine Predigt über den Levitendienst in Israel und darüber, wie Gott auch heute noch Menschen zu dieser Art von Dienst ruft. Besonders während Davids Königsherrschaft wurden die Leviten von Gott zu einem Vollzeitdienst im "Lobpreiszelt" berufen, ohne sich durch eine Arbeit selbst Geld zu verdienen, sondern sie verließen sich darauf, dass Gott und Gottes Volk für alles Nötige sorgen. Durch diese Predigt wurde mir klar, wie unglaublich wichtig ein solcher Dienst für Gottes Königreich ist.

Ehrlich gesagt dachte ich vorher, diese Menschen seien faule Leute, die nicht arbeiten und für sich und ihre Familien sorgen wollen, und dass ein Vollzeitdienst, der auf Spenden angewiesen ist, überhaupt nicht ehrenhaft sei. Ich dachte, wir alle sollten auf weltliche Weise für unser Einkommen arbeiten, indem wir einen „normalen“ Job haben. Aber jetzt erkenne ich, dass ich mich geirrt habe. Es ist ein Job im Königreich wie jeder andere und hat denselben Wert. Nur wenige Menschen werden zu einem solchen Dienst berufen, aber die Predigt hat mir klar gemacht, wie wichtig die Arbeit der Leviten für Israel war und heute noch für uns als Gemeinde des Herrn und für sein Königreich ist. Es ist eine Fürbitte für Menschen, Städte, Nationen und sollte Teil jedes Dienstes auf der Welt in jedem Land sein. Diese Menschen sind dazu berufen, uns stetig zum Mittelpunkt des Herzens Gottes zu führen. Wie Maria sollen sie uns daran erinnern, nach den höheren, besseren und wichtigeren Dingen des Reiches Gottes zu Seinen Füßen zu streben und uns nicht in weltlichen Wünschen und Alltagssorgen zu verlieren. Sie sind dazu berufen, für ihr Land einen geistlichen Kampf zu führen, um im geistlichen Bereich strategisch zu kämpfen, damit Gottes Pläne in Leben von Menschen, Regionen, Stadt und Land entfesselt und offenbart werden. Natürlich könnten wir das alle irgendwie tun. Aber es ist ein großer Unterschied, ob jemand solch einen Job in Vollzeit oder nur nebenbei macht, wann immer er Zeit dafür findet. Das letztere hat Harry ja die letzten Jahre bereits versucht.

Wenn Er es möchte, wird der Herr es anderen aufs Herz legen, diesen Dienst zu unterstützen. Tatsächlich haben schon zwei Geschwister Unterstützung zugesagt, ohne dass ich (Harry) darum gebeten hätte. Später, wenn der Gebetsraum sich etwas etabliert hat und vielleicht einige Geschwister als regelmäßige Ehrenamtliche dazugekommen sind, wird es auch an der Zeit sein, einen christlichen Verein zu gründen, über den Spenden eingezahlt werden können und über den ich dann auch offiziell angestellt werden kann. Bis dahin und auch danach vertraue ich auf Gott, dass Er alle unsere Bedürfnisse und die des Gebetsraumes ausfüllen wird. Das geht natürlich der menschlich Vernunft und unserem natürlichen Sicherheitsdenken entgegen.

Mein Wunsch und Gebet ist, dass durch dieses Vertrauen und Gottes Versorgung Ihm Ehre gebracht wird und andere auch dazu ermutigt werden, an den lebendigen Gott zu glauben und sich ganz auf Ihn zu verlassen, für ihre Errettung so wie für jede Herausforderung des Lebens - denn er ist GUT, MÄCHTIG und BEREIT denen zu HELFEN, die auf ihn vertrauen!

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Alltagsleben

Inzwischen ist es schon Ende Oktober. Amos geht bereits 1,5 Monate in die erste Klasse und Junia hat gut in die 5. Klasse mit neuen Lehrern, neuen Fächern und im großen Schulgebäude ihrer Grundschule hineingefunden. Über den Sommer haben wir es genossen, Lunas Mama öfter bei uns zu haben. Nun ist sie wieder zurück in Berlin. Außerdem waren Mitte Oktober meine Schwester mit drei meiner Nichten und einem Neffen für fünf Tage zu Besuch - das war auch eine ganz besonders schöne Zeit, sowohl für uns als auch für die Kinder!

Jetzt haben wir gerade ein paar ruhige, "normale" Wochen, bevor wir zum 2. Novemberwochenende nach Serbien fahren wollen, zur diesjährigen "Balkan Call" Konferenz. Letztes Jahr war dieses große Treffen mit Geschwistern aus allen 12 Balkanländern bei uns ganz in der Nähe, davon hatten wir auch auf dem Blog geschrieben. Dieses Jahr freuen wir uns besonders, als Kroaten in unser "Bruderland" Serbien fahren zu dürfen, denn zwischen den beiden Völkern gibt es nach wie vor sehr viel Reibereien und feindselige Rhetorik. Das zeigt sich u.a. auch in Bosnien-Herzogowina, wo der serbische Teil sich am liebsten von der kroatisch-bosnischen Föderation unabhängig machen würde. Dabei leben in allen diesen Ländern und Regionen Minderheiten der jeweiligen anderen Völkern, wenn auch durch die Schrecknisse und Verbrechen des Krieges in den 90er Jahren viel weniger als zuvor.

Auch zwischen anderen Balkanvölkern gibt es nach wie vor viel aufzuarbeiten, zu vergeben, zu heilen. Man denke nur an die wieder schlimmer werdenden Spannungen im Kosovo. Beim "Balkan Call" gehen wir stellvertretend aufeinander zu, tun Buße für unsere Nationen, bitten um Vergebung und sprechen diese zu, und glauben, dass dadurch in der geistlichen Welt dem Feind die Macht genommen und die Türen für das Evangelium vom Friedensfürsten Jesus aufgemacht werden. Als sichtbares Zeichen dieser Realität konnten wir bei der letzten Konferenz Zeugen davon sein, dass Gott Wunder der Heilung im Leben der ca. 500 Anwesenden gewirkt hat!

Zurück in Karlovac wird dann auch bald Junias 11. Geburtstag gefeiert. Was meine Arbeit betrifft, so habe ich nur noch ein paar Tage bei meinem Arbeitgeber vor mir und beginne bereits hier in unserer Wohnung intensiver mit dem Lobpreis- und Gebetsdienst. Dabei bin ich sehr dankbar für eine Gebetsschule, die ich online bei dem kroatischen Gebetshaus machen kann, mit dem wir in Verbindung stehen. Luna arbeitet von 8:45 Uhr bis 14 Uhr und ansonsten teilen wir unsere Zeit auf Familie, Haushalt, Gemeinde und Jüngerschaft auf. In Kroatien haben die Kinder in der Grundschule abwechselnd vormittags und nachmittags Unterricht, so dass Luna und ich wenigstens alle zwei Wochen einmal in Ruhe zu zweit spazieren gehen können.

So viel von uns - wir würden uns auch sehr freuen von euch zu hören und von dem, was euch zur Zeit bewegt!
Wir wünschen euch allen Gottes reichen Segen, dass ihr Ihm in euren Herausforderungen vertraut und erlebt, dass Er immer treu ist, und dass Er euch heilt und verwandelt in das Bild seines Sohnes Jesus!

Ganz liebe Grüße aus Kroatien,
Harry, Luna, Junia & Amos

11 Februar 2024

Auf in neue Abenteuer mit Gott

Hallo liebe Freunde,

heute schreibt euch Luna.

Während Gott uns, wie in unserem vorherigen Beitrag erwähnt, auf perfekte Weise zu unserem neuen Auto geführt hat, sieht es so aus, als würden wir in naher Zukunft auch nach einer neuen Bleibe und neuen Jobs suchen! Aber lasst uns die Zeit etwas zurückdrehen.

Vor ein paar Monaten hat mir der Herr ständig das Wort „Haus“ in den Sinn gebracht. Ich war verwirrt und fragte ihn: „Haus?! Was bedeutet das, Gott?“ Und dann sagte er mir, ich solle buchstäblich mit der Haussuche beginnen.

Nun, ihr kennt die Probleme, die wir mit unserem Nachbarn hatten. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass es an der Zeit wäre, umzuziehen, weil es hier irgendwie noch unerledigte Dinge für Gott gab. Außerdem hatte ich nie den Wunsch, Hausbesitzer zu werden, daher war mir klar, dass diese Gedanken nicht aus meinen eigenen Wünschen stammten. Als ich ihn jedoch nach den Dingen fragte, die wir hier in diesem Apartmentkomplex tun mussten, schenkte mir der Herr Frieden und sagte, wir hätten die Lektionen gelernt, die wir hier lernen mussten, und alles andere, was unsere Nachbarn betrifft, sei seine Angelegenheit und Verantwortung , und nicht unseres (wir haben hier im Komplex auch zwei christliche Familien betreut und nicht nur für die Verrückte gebetet).

Und dann kam vor ein paar Wochen noch einmal die Bestätigung, als unsere Vermieterin uns von ihren Plänen erzählte, die Wohnung zu verkaufen! Natürlich bot sie an, sie an uns zu verkaufen. Aufgrund der aktuellen Inflation sind die Preise für Wohnungen und Häuser jedoch nahezu gleich und wir haben wieder das Gefühl, dass wir in diesem Gebäude hier in gewisser Weise "fertig" sind. Wenn es also die Möglichkeit gibt, mehr Natur um uns herum zu haben, was uns allen wirklich Spaß machen würde, warum nicht? Ich bin tatsächlich überrascht, dies jetzt mit so einem Frieden zu schreiben, denn mein eigener Wille, hier auf der Erde etwas zu besitzen, war früher das genaue Gegenteil. Im Moment schauen wir uns um und beten um Weisheit mit verschiedenen Möglichkeiten, aber wir sind weder in Eile noch besorgt. Gott führt uns wie immer auf dem ganzen Weg, weil er treu ist.

Darüber hinaus glauben wir beide, dass irgendwann eine Veränderung in unserer Beschäftigung auf uns zukommen wird. Wir sind beide ziemlich frustriert über unsere aktuellen Arbeitsbedingungen. Harry hat seine Situation im vorherigen Beitrag kurz geschildert, in dem es darum ging, diesbezüglich auf Gottes Timing zu warten.

Seitdem ein ausländisches Unternehmen das kroatische Unternehmen gekauft hat, für das ich vor drei Jahren angefangen habe zu arbeiten, ist alles so ziemlich in die kapitalistische Hölle geraten, was sehr traurig und hart anzuschauen ist, da es sich ursprünglich um ein kleines, familienähnliches Unternehmen in Kroatien handelte. Und da unser Team immer noch das beste Team ist, das ich je an einem Arbeitsplatz erlebt habe, und ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen wirklich liebe, würde mir der Abschied nicht leichtfallen. Allerdings sind wir alle als Team zunehmend unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen, fühlen uns nicht wertgeschätzt und wie eine austauschbare Nummer in einem Albtraum der Bürokratie. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich jetzt aktiv und ernsthaft nach etwas anderem suchen soll. Bei allen oben genannten Themen befinden wir uns also in einem Zustand des aufmerksamen Abwartens und Sehens und Zuhörens.


Schließlich hat Gott seit dem letzten Jahr etwas in mir erweckt, eine Richtung, von der ich nie gedacht hätte, sie einzuschlagen: den Aufbau eines Unternehmens im Kreativ-/Kunstbereich.

Im vergangenen Jahr hat mir der Herr offenbart, dass meine Kernidentität die eines Künstlers ist. Der Grund, warum das für mich so wichtig ist, liegt darin, dass ich mich immer ein wenig verloren gefühlt habe, wenn es darum geht, warum ich hier bin und wer ich wirklich bin. Das Aufwachsen in zwei Kulturen hat viele große Vorteile, hilft hierbei aber nicht viel und kann das Erkennen unserer wahren Identität sogar noch weiter verzögern, da man sich immer irgendwie „gemischt“ fühlt und nicht vollständig Teil von etwas ist. Ein Vater ist derjenige in der Familie, der Identität in das Leben seiner Kinder spricht. Die Lücke, die er hinterlässt, wenn er nicht (sehr) aktiv und positiv im Leben seiner Kinder präsent ist, ist groß. Ich denke, das ist einer der Hauptgründe, warum heutzutage so viele Menschen mit ihrer Identität kämpfen. Es gibt einfach nicht viele Familien mit einer intakten Vater-Kind-Beziehung. Johannes Hartl, ein Gebetshausleiter in Deutschland, sagte, dass dieses Thema der Vaterschaft das wichtigste Thema unseres Jahrhunderts sei. Und ich würde auf jeden Fall zustimmen.

Wie auch immer, mein Plan ist es, langsam Residualeinkommensströme über verschiedene Einkommenszweige aufzubauen. Gott weiß, wir brauchen es auf jeden Fall, wenn er uns die Aufgabe gibt, ein Haus zu kaufen oder zu bauen! Ich habe nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, dies zu tun, und es gibt wirklich viele Möglichkeiten. Aber heute möchte ich eines dieser Beine mit euch teilen. Und wieder einmal ist es ein Bereich, in den ich nie einen Fuß setzen wollte! Ich schätze, das diesjährige Motto lautet für mich: Sag niemals nie, wenn es um Gottes Pläne geht.

Etwas mehr Hintergrundgeschichte dazu: Anfang dieses Jahres erhielt Bruder Tomy Arayomi ein Wort von Gott, in dem Gott uns Christen ermutigt, im Jahr 2024 in die Bereiche Geschäft/Unternehmen und Medien vorzudringen, um sie für Gottes Königreich zurückzugewinnen. Ich habe das genau dann gehört, als ich es hören musste und als Gott diese Themen in meinem Herzen erweckte. Er hat mich sehr ermutigt, in diese Richtung voranzuschreiten, und mit viel meine ich wirklich VIEL, okay, er weiß genau, wie sehr ich das brauche, um diese völlig neuen Wege des Unternehmertums zu beschreiten. Gottes perfektes Timing verblüfft mich immer.

Und das ist nun eines der neuen Dinge, die Gott in mein Leben gebracht hat: https://youtube.com/@Truth.46od?feature=shared

Dies ist mein Englisch-kroatischer YouTube-Kanal (mit deutschen Untertiteln bei den englischen Videos), auf dem ich nachdenkliche Videos zu verschiedenen Themen zur Ermutigung, Meditation und Gottes Wahrheiten für unser Leben, poste. In einer Welt voller extremer Kurzvideos und kurzer Aufmerksamkeitsspannen möchte ich eine Plattform als Oase abseits von allem Schnelllebigen bieten, auf der Gott uns mit seinen Versprechen, seinem Segen, seiner Ermutigung und seiner Liebe erfüllen kann. Oh, was für eine Achterbahnfahrt des Erlernens völlig neuer Fähigkeiten war das in den letzten Monaten! Und es ist natürlich noch nicht vorbei. Aber ich bin überrascht zu schreiben, dass das Erstellen dieser Videos mehr Spaß macht, als ich dachte. Aber das hat wiederum etwas mit meiner Kernidentität zu tun. Künstler lieben es einfach, neue Dinge zu erschaffen, zu experimentieren und zu erforschen. ;-) Also, anschauen, klicken, liken, abonnieren und teilen! Den Satz habe ich schon mal drauf. 

Möge Abbas Shalom euch segnen und bewahren. Du bist Ihm wertvoll.

Fühlt euch gedrückt!

Luna und Familie

29 Dezember 2023

Was macht Gott in Kroatien?

Während viele in Kroatien vor allem Urlaub machen, arbeitet Gott im geistlichen Hintergrund an ganz anderen Dingen. Hier und da schenkte Er uns kleine Einblicke in seine Pläne, damit wir sie beten, proklamieren und daran teilhaben können. Davon wollen wir euch dieses Mal erzählen.


„Upper Room“ Zagreb

Den letzten Blogeintrag schrieben wir kurz nach unserem Besuch im Gebetshaus von Slavonski Brod Anfang des Jahres. Dabei fassten wir für euch auch kurz den Hintergrund und Sinn von Gebetshäusern zusammen, wie stark Gott durch diese Initiativen in unserer Zeit wirkt und welche Möglichkeiten jeder hat um daran teilzuhaben.

In Slavonski Brod gab mir der Heilige Geist den Impuls, ich (Harry) solle mich mit dem Gebetsraum „Upper Room“ (dt. „Obergemach“) in Zagreb verbinden. Diese kleine Gebetshaus-Initiative wurde von Jerry und Zuzanna Low ins Leben gerufen. Jerry war als junger Mann Teil der amerikanischen „68er“-Hippie-Bewegung, war dann im Gefängnis und durch das „Jesus-Movement“ Jesus begegnet und von Ihm völlig verändert geworden. Bald bekam er eine Bürde für die Balkanländer und wurde später als Missionar nach Jugoslawien geschickt. Im Norden Serbiens diente er in einer Gemeinde, wo er auch seine spätere Frau Zuzanna kennenlernte. Als der Krieg ausbrach, wurden sie mit ihren kleinen Kindern zurück in die USA gerufen und dort blieben sie 25 Jahre lang, während es sie die ganze Zeit wieder zurück in ihre Berufung auf den Balkan zog. Endlich, nachdem sie ihre Kinder großgezogen und selbst geistlich gereift waren, öffnete der Herr ihnen die Türen um 2014 zurückzuziehen, und zwar nach Zagreb. Hier starteten sie ca. zwei Jahre später den „Upper Room“, in Verbindung mit dem gleichnamigen Gebetshaus in Dallas, USA, in dem sie zuvor lange Jahre gedient hatten.

Unsere Freunde in Slavonski Brod erzählten uns schon 2019 von Jerry und Zuzanna, so dass Luna 2020 schon einmal eine der Gebetszeiten besuchte. Zu der Zeit waren die beiden allerdings gerade nach Amerika zurückgekehrt, denn inzwischen hatte Jerry ernste gesundheitliche Probleme, die später als die Folgen des „Lou-Gehrig-Syndrom“ (auch „ALS“) diagnostiziert wurden. Im November 2021 ging er heim zum Herrn, doch zuvor konnte er, mit Zuzannas Hilfe, noch Gottes Geschichte in seinem Leben in einem Buch „Trapped in America“ (dt. „Gefanngen in Amerika“) festhalten. Im November dieses Jahres erschien das Buch auf Kroatisch. Es trägt einen Teil von Gottes Herz für den Balkan und eine mächtige Gebetssalbung in sich.

Bis 2022 trafen sich im Upper Room Zagreb zumeist wenige zu Gebet und Lobpreis, doch seitdem schickte Gott auch immer wieder neue Leute, darunter viele junge suchende Seelen. Einige von ihnen bekehrten sich in dieser Zeit und brauchen nun Anleitung im Leben mit Jesus, andere sind in anderen Gemeinden gut aufgehoben. Auch einige erfahrenere Geschwister im Glauben kamen in letzter Zeit dazu. Gott scheint hier gerade die Leute zu sammeln und zusammenzufügen, die er in diesem Projekt gebraucht möchte.


Während wir im Februar diesen Jahres wieder einmal eine Woche in Slavonski Brod waren, um Zeit in Stille, Gebet und Lobpreis vor Gott zu verbringen und unsere Freunde zu besuchen, bekamen wir Jerrys Buch in die Hand gedrückt. Sofort begann ich darin zu lesen und es dauerte nicht lange, bis ich merkte, wie Gott dadurch zu mir sprach: „Knüpfe Kontakt mit dem Upper-Room-Team in Zagreb. Ich möchte dich dort einfügen.“

Ich war zugleich aufgeregt und völlig ruhig! Aufgeregt – denn das war das erste Mal seit unserem Umzug, dass mir Gott auf so klare Weise eine Aufgabe in Kroatien gab. Die vorangegangen 3 Jahre (erkenne ich jetzt) waren für uns eine Zeit des Ankommen und für mich eine Zeit des Sprachenlernens, des Demütigens, und des Wartens auf Gott.  Nicht, dass ich es jetzt nicht mehr nötig hätte die Sprache zu lernen, mich zu demütigen und auf Gott zu warten – im Gegenteil, das wird wohl nie aufhören – doch nun ist es auch Zeit, zu gehen und zu dienen, wo er mich hinschickt.

Frieden hatte ich, und habe ich, weil ich spüre wie das Gottes Plan ist. Ich muss mich dafür nicht überanstrengen, muss keinen Arbeitsvertrag erfüllen, muss mich niemandem gegenüber beweisen. Ich darf in Seinem Plan mitmachen und darüber staunen, was Er dabei tut – an mir und an anderen – durch andere und durch mich. Spannend und entspannt zugleich!

So kam es, dass ich im Frühjahr einige Male zu einem der Gebets- und Lobpreiszeiten in den Upper Room Zagreb fuhr um die Geschwister dort kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen Gottes Gegenwart aufzusuchen. Im Mai trafen Luna und ich uns mit der Leiterin Zuzanna und verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Da ich von Mai bis Oktober wieder als Rafting- und Kayakguide voll eingespannt war, fuhr ich ungefähr einmal im Monat, wenn es passte, nach Zagreb und übernahm auch einige Male die Lobpreisleitung mit Gitarre und Gesang. Dreimal die Woche gibt es dort eine zweistündige Gebetszeit am Abend, manchmal mit Live-Lobpreis, manchmal mit Übertragung im Hintergrund, außerdem einmal Bibellesung und am Samstagabend Gemeinschaft, Lobpreis und Predigt. Einmal im Monat geht das ganze Team zusammen in die Stadt, um Menschen auf der Straße Gottes Liebe weiterzugeben und für sie zu beten.

Seit November nun kann ich regelmäßig einmal wöchentlich hinfahren und zweimal im Monat Lobpreis leiten. Es sind immer ganz besondere Zeiten, in denen wir gemeinsam in Gottes Gegenwart eintauchen, sich von seiner Gnade und Frieden durchdringen lassen und dann die Dinge in die geistliche Welt hineinbeten, die Er uns aufs Herz legt. Neben den Gebetszeiten treffe ich mich nun auch regelmäßig mit einem jungen, frisch-bekehrten Mann, um ihm zu helfen Jesus besser kennenzulernen. Im Sommer war er schon getauft worden, doch noch immer plagen ihn Dinge aus der Vergangenheit und vor allem Angriffe und Versuchungen in Gedanken. Vor kurzem kam er samstags zu uns nach Karlovac und durch Ermutigungen und Gebet erlebte er ein gutes Stück Freiheit. Doch auch weiterhin hat er im Alltag zu kämpfen. Wem es auf dem Herzen liegt, der darf gerne mit für ihn beten und dass Jesus ihn völlig frei macht.

„Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei.“ (Johannes 8,36)


„Balkan Call“ Konferenz

Schon den ganzen Sommer über freuten wir uns auf die „Balkan Call“ Konferenz, die seit einiger Zeit jedes Jahr in einem anderen Balkanland veranstaltet wird. Eingeschlossen sind 12 Länder von Rumänien bis Türkei, die alle einen geografischen Anteil an unserer Halbinsel haben, vor allem aber alle untereinander in die verschiedensten Kriege und Konflikte verwickelt waren und immer noch sind. Vieles davon war mir gar nicht bewusst, z.B. dass in (Nord-)Mazedonien noch bis 2001 Krieg herrschte, und nicht nur zwischen Türkei und Griechenland, Serbien und Kosovo, Serbien  und Kroatien natürlich, Albanien und Montenegro, Griechenland und Mazedonien, natürlich auch zwischen Roma und allen anderen, sondern u.a. auch zwischen Mazedonien und Bulgarien sehr schlechte Beziehungen bestehen, aufgrund von Verbrechen und Vergeltungen aus der jüngeren und älteren Geschichte.

Beim Balkan Call treffen sich Christen aus allen diesen Ländern, loben und singen zusammen Gott, den Herrn über alle Nationen, und gehen stellvertretend für ihre Völker Schritte aufeinander zu: Jedes Land kommt einmal an dem Wochenende auf die Bühne um das Gastgeberland zu segnen. Dabei tun die Vertreter Buße für Geschehnisse aus der Vergangenheit, bitten um Vergebung und sprechen Segen über die Gastgebernation aus. Vertreter jenes Landes erwidern dann diese Bitten und Segen in demselben Geist der Bruderliebe und Einheit. Hier geht es nicht um leere, äußerliche Handlungen, sondern um echte Begegnungen, echte Aussprache und Versöhnung zwischen ansonsten feindseligen Völkergruppen – und diese Friedenshandlungen werden von Gottes Geist benutzt um die geistliche Welt auf dem Balkan zu verändern.

Davon konnten wir uns selbst überzeugen, denn der Balkan Call wurde dieses Jahr genau zwischen Zagreb und Karlovac in dem kleinen Ort Jastrebarsko, 20 Minuten von uns entfernt, veranstaltet. Wir mussten also nicht einmal ein Hotelzimmer buchen, sowie sonst die meisten der über 450 Teilnehmer. Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag erlebten wir abwechselnd Gottes starke Gegenwart im Lobpreis, Erneuerung unseres Denkens durch Sein Wort, spannende neue Bekanntschaften – doch am eindrücklichsten waren wirklich die Worte von Buße und Segen der verschiedenen Ländern für Kroatien und wieder zurück. Ein serbischen Pastor, der vor allen auf die Knie ging, um Vergebung bat und sich später mit einem kroatischen Bruder in den Armen lag – allein dieser Moment löste bei vielen Tränen und innere Heilung aus, die z.B. Angehörige im Krieg verloren haben, oder jahrelang Hassreden über die jeweils andere Seite ausgesetzt waren. Prophetische Worte der Ermutigung, auch von Kroaten an andere Länder. Ein junger argentinischer Pastor, der Teil eines Netzwerks von mehreren Hundert Südamerikanern ist, die jede Woche für den Balkan beten!


Und dann trat auf einmal ein Deutscher auf die Bühne und erzählte, wie Gott ihn beauftragte hatte, auf diese Konferenz zu kommen und stellvertretend für die Deutschen um Vergebung zu bitten für das, was der Einmarsch der Nazis ins damalige Königreich Jugoslawien im zweiten Weltkrieg an Elend, Verbrechen und Mord in Kroatien möglich gemacht hat. Johannes Blum ist Geschichtslehrer an einem Gymnasium bei Stuttgart, außerdem Seelsorger und Gebetsleiter und es war sehr spannend, ihn kennenzulernen. Am Sonntagnachmittag, nach der Konferenz, machten wir uns gemeinsam mit ihm, einem Pastorenehepaar aus Mazedonien und einer weiteren Kroatin auf den Weg zu einem katholischen Kloster in der Nähe um hier zu beten.  Hier bestand unter der nationalsozialistischen NDH (oder auch „Ustascha") eins von wenigen Kinder-Konzentrationslagern, in dem die Waisenkindern von getöteten Partisanen-Eltern „betreut“ und „umerzogen“ wurden, wobei viele von ihnen ums Leben kamen.

Viele von diesen traurigen Seitenplätzen sind in Kroatien überhaupt nicht bekannt; leider besteht auch eine starke innere Gegenwehr, die eigene Schuld öffentlich anzuerkennen und zu bereinigen. Da haben auch die kroatischen Kirchen noch Nachholbedarf. Aber wir glauben, dass mit diesen Gebetsaktionen eine Veränderung von Buße, Vergebung und Heilung eingeleitet wird. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, was dieser Prozess mit der geistlichen Welt und Gottes Handeln zu tun haben soll. Eigentlich ganz einfach: Durch Sünde, Gewalt und Blutvergießen wird u.a. auch das Land verunreinigt und die geistlichen Mächte der Finsternis bemächtigt. Deshalb gibt es „geistlich finstere Orte“, was die meisten von uns sicher schon einmal gespürt haben. Durch ausgesprochene Buße, Vergebung, Versöhnung können diese Mächte gebrochen werden. Das ist wichtig, damit in der sichtbaren Welt Menschen von der Macht Satans frei werden, heilen können und offen für das Evangelium für Jesus werden.

Noch einmal anders gesagt: Als Billy Graham einmal gefragt wurde, was für eine erfolgreiche Evangelisation nötig wäre, antwortete er: „Erstens Gebet. Zweitens: Gebet. Drittens: Gebet.“ Meine Beschreibung dieser Kämpfe in der geistlichen Welt ist sicher sehr bruchstückhaft, vielleicht auch einseitig, aber das ändert nichts an der Realität dieser Kämpfe.

„Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und mein Angesicht suchen und umkehren von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ (2. Chronik 7,14)


Zajednica Karlovac

(Zajednica = dt. Gemeinschaft; ein Hinweis zur kroatischen Aussprache: „Z“ ist wie ein deutsches weiches „s“, wie in „Salz“; dagegen wird „c“ immer wie ein deutsches „z“ ausgesprochen, so wie in „Zug“ oder „Cäsar“. „V“ ist immer wie ein deutsches „W“. So, jetzt könnt ihr mal probieren, „Karlovac“ richtig zu sagen. ;-) )

Im letzten Blog schrieben wir kurz von drei „Neuen“ - zwei haben sich vor ca. einem Jahr frisch bekehrt und der Dritte war auf der Suche nach Gemeinschaft zu uns gestoßen. Alle drei treffen sich schon das ganze Jahr über regelmäßig mit einigen von uns zur Jüngerschaft; Luna und eine andere Schwester leiten zusammen eine der kleinen Gruppen. Außerdem sind sie jeden Samstag bei unseren Treffen dabei. Ende Juni durften wir die drei taufen. Es ist wunderschön zu sehen, wie viel Jesus in ihrem Leben bereits verändert hat, auch wenn natürlich jeder weiterhin seine Herausforderungen hat. Darüber hinaus legt uns Gott immer wieder bestimmte Menschen oder Gemeinden aufs Herz, für die wir beten oder denen wir dienen können. Und im gemeinsamen Lobpreis und Anbetung ist es, als ob Gott uns dient, uns erfrischt und neu mit seinem Geist füllt.


Familie und Arbeit

Unsere Kinder sind uns eine große Freude! Leider sind wir uns dessen gar nicht ständig bewusst. Junia hat die Hälfte der 4. Klasse geschafft, geht seit diesem Schuljahr im Klariette-Unterricht in die Musikschule und würde auch gerne wieder zur Reitschule gehen, doch dafür gibt es nur außerhalb von Karlovac gute Möglichkeiten. Sie malt und bastelt viel und möchte später einmal Designerin werden.

Amos geht in die Vorschule, oder „kleine Schule“, wie es hier auch heißt, in eine kleine private Gruppe mit 9 Kindern, zweimal die Woche vormittags. Dadurch spricht er inzwischen noch besser Kroatisch, schreibt schon schöne Buchstaben und Zahlen und beginnt langsam auch zu lesen. Neulich hatte er seine erste Aufführung überhaupt mit verschiedenen Reimen, Liedern und Tänzen. Ansonsten baut und spielt er mit Lego, Playmobil, Duplo, Baukasten, Autos oder verschiedenen Figuren oder die Kinder fahren draußen wahlweise Fahrrad, Skateboard oder Roller mit den Kindern unserer Freunde aus der Gemeinde, die nebenan wohnen.

Ende Oktober waren wir für einige Tage auf der Insel Rab, um nach Harrys Rafting-Kayaking-Saison etwas Urlaub zu machen. Dort gibt es sogar Sandstrände, eine äußerste Seltenheit in Kroatien. Von Regen, Sonne und Sturm haben wir dabei alles erlebt.

Luna schlägt sich jeden Tag wacker mit den verschiedensten Anliegen deutscher Unternehmen herum, die mit ihren Kartenterminals oder Onlineshops Probleme haben. Noch mehr als manche Kunden machen ihr bestimmte Umstände in der kroatischen Firma zu schaffen, die seit einigen Monaten zu einer amerikanischen AG gehört. Doch in ihrem Team mit all den vielen, tollen Kollegen halten alle zusammen und dadurch macht die Arbeit auch Spaß. Gemeinsam haben sie nun letzte Woche eine Mail für eine Gehaltserhöhung für alle an die Chefetage geschickt. Da könnt ihr also gerne für Gunst und einen positiven Ausgang beten. :-)


Ich (Harry) hatte diese Saison von Mai bis Oktober Vollzeit gearbeitet, nachdem ich letztes Jahr mit 30h/Woche angefangen hatte. Natürlich war das zu den Spitzenzeiten nicht immer leicht, doch Gott sorgte dafür, dass es meistens nicht zu viel Arbeit auf einmal gab. Ein paar Mal waren wir auch zusammen auf einer Kayaktour, und Ende Juni paddelten wir als „Familienurlaub“ 4 Tage lang den Fluss Kupa hinunter, wobei wir abends am Ufer unser Zelt aufschlugen.

Momentan arbeite ich wieder an einigen administrativen Aufgaben und im Dezember hatte ich auch zwei „Team-Building“-Gruppen zu betreuen, so dass ich auch diesen Winter wieder Teilzeit angestellt bleibe. Allerdings sind auch einige Dinge in der Firma vorgefallen, die mir nicht gefallen und ich bewege vor Gott, einen anderen Berufsweg einzuschlagen. Auch dafür könnt ihr gerne mitbeten.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“ (Matthäus 6,33)


Ein neues Auto

Zum Schluss eine Geschichte, wie uns Gott zu unserem neuen Auto führte. Schon auf der Rückfahrt von der Insel Rab merkten wir, dass der Motor unseres guten alten Renault Scenic 2001er ein kleines Problem entwickelte. Über die nächsten 1 ½ Monate wurde dieses Problem stärker und lauter, bis man uns in der Werkstatt sagte, ein Teil der Zündkerze sei abgebrochen und in den Motorraum gefallen. Nun wurde es wirklich unangenehm, mit dem Auto weiter als in Karlovac hin- und herzufahren. Wir machten uns auf Autosuche, wobei ich herausfand, dass es mehr Auswahl an Gebrauchtwagen in Kroatien gibt als ich gedacht hätte. Leider sind sie nicht gerade günstiger als in Deutschland, eher etwas teurer, sodass sogar importierte Autos aus Mitteleuropa durchaus günstig angeboten werden.

Wir wollten uns bereits für einen ca. 10 Jahre alten VW Golf Variant entscheiden, oder für einen noch jüngeren Renault Megane, doch nach einem Gespräch mit einem Freund, der sich schon sein ganzes Leben mit Autos beschäftigt, dachten wir noch einmal um. Neuere Autos mit mehr Elektronik haben ja bekannterweise auch öfter Probleme mit ebendieser Neuerung. Auf der anderen Seite gibt es auch bewährte Marken und Modelle, die bis ins hohe Alter zuverlässig fahren. Und wenn ich es mir aussuchen könnte, wusste ich, hätte ich gerne einen Toyota. Doch von denen gibt es als Gebrauchtwagen, die für uns in Frage kommen, kaum mehr als eine handvoll im Internet zu finden.

Am 3. Advent war ich auf dem Rückweg vom Spielplatz mit den Kindern, als wir an einem Toyota Corolla Verso vorbeikamen, ein Auto, für dass ich mich schon begeistern konnte, als wir noch in Berlin lebten. Ich hielt kurz an und sagte zu Junia: „Guck mal Junia, Das Auto würde ich kaufen!“ - Sie sagte nur: „Einverstanden!“ (obwohl es dunkelgrau war, und nicht farbig, wie sie es gerne hätte). Zu Hause schaute ich mich weiter durch die Online-Anzeigen und mir wurde ein Toyota angezeigt, den ich bis jetzt wegen seinem 2007er Baujahr nicht in Betracht gezogen hatte. Ich schaute mir ihn an und stellte dabei fest, dass es ein sehr gut gewarteter und gepflegter Wagen war, der sogar in Karlovac zu Hause ist! Ich schickte ihn unserem Freund und er schrieb sofort begeistert zurück, dass das genau das richtige Auto für uns wäre, Gottes Auto für uns! Als ich mir die abgebildeten Dokumente genauer anschaute, fand ich auch die Adresse des Eigentümers und merkte nach einem Augenblick, dass ich genau an dieser Adresse ein paar Stunden vorher dasselbe Modell gesehen und gesagt hatte: „DAS Auto würde ich kaufen.“ Es handelte sich um genau diesen Wagen! Als Krönung bemerkte Luna später noch auf den abfotografierten Papieren, dass diese Ausführung „Toyota Corolla Verso LUNA“ heißt. :-D

Für den folgenden Tag vereinbarte ich eine Besichtigung und kurze Probefahrt, und Luna ging auf die Bank um einen Kredit zu beantragen. Etwas Geld hatten wir von der Saison schon zurückgelegt, doch das war nicht genug für ein vernünftiges Auto. Der Toyota erfüllt und übertrifft alle unsere Erwartungen, hat viel Platz, auch für größer-werdende Kinder und lange Fahrten in andere Länder. Wir sind dem Herrn sehr dankbar für seine genaue Führung und Beratung! ;-)

Denn umso mehr wäre ich ohne diese Bestätigung wohl doch wieder ins zweifeln gekommen, ob dieses Auto wirklich die beste Wahl für uns ist. Schließlich gibt es auch noch andere robuste Gebrauchtwagen, und einige davon mit weniger Kilometern und auch günstiger. Doch so sind wir sicher, dass Gott für uns dieses Auto ausgesucht hat, freuen uns darüber und in meinem Kopf ist nach dem vielen Suchen und Überlegen wieder Frieden eingekehrt.

Nachdem wir nun das Auto gekauft und abgeholt haben, möchte ich noch etwas hinzufügen: Auch, wenn Gott alles leitet, läuft nicht immer alles glatt. In diesem Fall wurde der Kredit von der Bank sehr langsam bearbeitet, ohne dass wir das vorher gesagt bekamen, und stand uns erst 2 Wochen später zur Verfügung, was mich in einige Verlegenheit gebracht hat, weil ich mit den Eigentümern bereits die Übernahme vereinbart hatte. Einerseits war das gut für mich um mich wieder einmal zu demütigen, andererseits war es eine Erinnerung daran, dass wir Gott und seine Absichten nie ganz verstehen werden, auch wenn wir sicher sind, auf seinen guten Wegen zu gehen. Am Ende kommt es immer auf den Glauben an: Er ist gut, allezeit – Allezeit ist Er gut!


So viel von uns,

wir wünschen euch ein gesegnetes neues Jahr 2024 mit neuen Erkenntnissen Seiner Liebe und Gnade, gerade in den Problemen und Schwierigkeiten, in denen ihr euch befindet.

Gott segne euch,

Harry, Luna, Junia & Amos